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        <title>Toni Sender - Kurzvideo der Gedenkstätte Deutscher Widerstand</title>
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        <description>Sidonie Zippora (Tony) Sender steht früh auf eigenen Beinen: Schon mit 13 Jahren verlässt sie ihr bürgerliches jüdisch-orthodoxes Elternhaus in Biebrich. Sie zieht allein nach Frankfurt am Main und beginnt dort eine kaufmännische Ausbildung. 1910 tritt Tony Sender in die SPD ein. Im selben Jahr geht sie als Fremdsprachensekretärin nach Paris. Der Beginn des Ersten Weltkriegs zwingt Tony Sender 1914 zur Rückkehr nach Deutschland. Sie engagiert sich in der Antikriegsbewegung und begründet 1917 die Unabhängige Sozialistische Partei Deutschlands (USPD) mit. Als einzige Frau gehört sie 1918/19 dem Vorstand des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats an. Von 1920 bis 1933 ist sie eine der wenigen Frauen, die dem Reichstag angehören. Neben ihrem politischen Engagement für die SPD ist sie gewerkschaftlich organisiert und arbeitet als Journalistin. Ähnlich wie bei der Abwehr des rechtsextremen Kapp-Putsches 1920 erblickt sie im Generalstreik der Arbeiterschaft ein wirkungsvolles Mittel des Abwehrkampfes gegen eine nationalsozialistische Machtübernahme. Sowohl nach dem Sturz der preußischen Regierung im Juli 1932 als auch nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 fordert sie vergeblich ein offensives Vorgehen von SPD und Gewerkschaften. Von den Nationalsozialisten massiv bedroht, flieht Tony Sender im März 1933 zunächst in die Tschechoslowakei, wo sie für die Exil-SPD tätig wird. In Antwerpen arbeitet sie als Journalistin und engagiert sich in einer Widerstandsgruppe des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Ab 1935 setzt sie ihren Kampf gegen das NS-Regime in den USA fort. Sie beteiligt sich an Demonstrationen, verfasst kritische Artikel, hält Vorträge gegen das NS-Regime und engagiert sich in verschiedenen Emigrantenorganisationen. 1943 wird sie US-amerikanische Staatsbürgerin. Nach Kriegsende arbeitet sie für die Vereinten Nationen, bis sie ihre Tätigkeit wegen Krankheit aufgeben muss. Tony Sender stirbt 1964 in New York. Ihre Geschichte ist Teil unserer aktuellen Sonderausstellung „‚… DIESER FEIND STEHT RECHTS!‘ Der Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933“</description>
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