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        <title>Ausstellungsimpressionen: "Ein Weltbad wie Pyrmont" Kurstadt und Nationalsozialismus</title>
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        <description>noch bis zu 28. Juni 2026 ist im Museum des Schloss Bad Pyrmont sowie in der gegenüber liegenden  "Villa am Palmengarten" die sehenswerte Ausstellung über die NS-Zeit in Bad Pyrmont  zu sehen. Das Museum im Schloss beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Die Sonderausstellung thematisiert die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. Der Blick auf die Mikroebene ermöglicht dabei, die lokalen Besonderheiten zu betrachten und auch Handlungsspielräume der Bevölkerung zu identifizieren. Bei der Ausstellung handelt es sich aber nicht nur um eine von vielen weiteren NS-Lokalgeschichten – sie blickt auch auf das Merkmal Bad Pyrmonts als Kurstadt. Eine vom nationalsozialistischen Bad Pyrmonter Bürgermeister Zuchhold 1935 veröffentlichte Broschüre brachte es auf den Punkt: „ein Weltbad wie Pyrmont“ hieß es darin, sei samt seiner Bürgerschaft „auf Gedeih und Verderb“ mit dem „Fremdenverkehr“ verbunden. In der Ausstellung wird es also auch darum gehen, wie der Nationalsozialismus während seines Aufstiegs, seiner Herrschaftszeit und noch nach seiner Niederlage das Alltagsleben und die Entwicklung des Kurorts, seiner Einwohnerschaft und seiner Gäste samt dem Badebetrieb beeinflusste. Dazu gehört auch Bad Pyrmonts Rolle als Lazarettstadt. Die Ausstellung beruht auf den Ergebnissen jahrelanger Arbeit, die sich wie in einem Puzzle Stück für Stück zusammensetzen: Seit 2020 arbeiten das Museum im Schloss, die Pyrmonter Theater Companie und das Historische Seminar der Universität Hannover in unterschiedlicher Konstellation und Intensivität an der Aufarbeitung der NS-Zeit in Bad Pyrmont. Die wissenschaftliche Forschungsarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts des Historischen Seminars der Leibniz-Universität Hannover in Kooperation mit dem Museum (2024/25) wurde durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur ermöglicht. Neben der Abbildung des aktuellen Forschungsstandes, möchte die Ausstellung einen transparenten Einblick in die Quellen ermöglichen. Dabei thematisiert sie auch offen Leerstellen, also Themen, Ereignisse oder Biographien, die in der Ausstellung fehlen, da sie bis jetzt nur teilweise oder gar nicht rekonstruiert werden konnten. Ein wesentlicher Grund dafür sind fehlende Quellen. Manche Dokumente – wie beispielsweise die Ratsprotokolle als zentrale Quelle – sind vernichtet worden, verloren gegangen, noch nicht zugänglich oder schlicht nicht auffindbar. In einigen Fällen existieren nur wenige Quellen, die jedoch nicht ausreichen um den Sachverhalt umfassend rekonstruieren zu können. Sollten in Zukunft neue Quellen auftauchen oder zugänglich werden, ist geplant, sie in die bisherigen Forschungen eingearbeitet und das Puzzle um weitere Teile zu ergänzen. Gleichzeitig bindet die Ausstellung gezielt auch die Besucher ein, um so deren Perspektive und Interessenschwerpunkte zu erfragen. Darüber hinaus rahmt ein Begleitprogramm aus diversen Veranstaltungen, Formaten und Kooperationen die Ausstellung ein. Vorträge, Führungen, Kino- und Theateraufführungen, Lesungen sowie Workshops ermöglichen so eine zusätzliche Auseinandersetzung mit historischen Inhalten und gegenwartsbezogenen Themen. Die Ausstellung wird begleitet mit Zeichnungen von Malte Wulf. Quelle und weitere Infos:  https://www.museumpyrmont.de/aktuelle-ausstellung bzw. ggf. auch hier: https://www.museumpyrmont.de/vergangene-sonderausstellung</description>
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